Inline Downhill

Weltcup Podium und Deutscher Meister in Italien

Am vergangenen Wochenende stand der 4. Weltcup diese Saison auf dem Plan inklusive Deutscher Meisterschaft. Wie in den vergangenen Jahren waren wir zu Gast beim Roll Club Padova in Teolo. Wieder einmal war alles perfekt organisiert. Das Event startete wie immer bereits am Freitag, wie auch in den vergangenen Jahren entschied ich mich dafür erst Freitag Abend anzureisen. Diesmal nahm ich mich vor ganz relaxed an die Sache ran zugehen und einfach Spaß zu haben.

Nachdem ich am Samstag morgen einige richtig gute und lustige Trainingsläufe mit dem Italienischen Team hatte konnten die Wertungsläufe am Nachmittag kommen. Die Temperaturen waren dieses Jahr mit 25 Grad auch recht angenehm. Bei noch trockenen Verhältnissen ging ich im ersten Run an den Start. Mir gelang vom Gefühl her eine recht gute Fahrt ohne großen Fehler. Als ich im Zielbereich dann meine Zeit sah bestätigte sich dieses Gefühl diesmal und ich lag in Führung. Außer Angelo Vecchi und Christian Montavon sollte keiner mehr meine Zeit unterbieten und somit war ich nach dem ersten Run Dritter. Da nun Luge, Classic Ludge und Stand up noch ihre ersten Runs bestreiten mussten hieß es warten auf den zweiten Run.

Während dieser Pause zog der Himmel immer weiter zu und es wurde immer heftiger diskutiert ob es zu Regnen beginnt oder nicht. Nach den ersten Paar von uns sollte es dann soweit sein. Der Regen setzte ein. Zwar nicht heftig aber es reichte um die Strecke langsamer bzw. rutschiger zu machen so dass keiner mehr an die Zeiten aus dem ersten Durchgang heran kam. Damit war es amtlich. Dritter im Weltcup von Teolo. Da das Weltcupergebnis auch die Grundlage zur Deutschen Meisterschaft ist, machte ich mit diesem Ergebnis als schnellster Deutscher meinen 11. Deutschen Meistertitel klar. Was ein erster Renntag, nach den vergangenen missglückten Weltcupwochenenden konnte ich es nicht glauben. Leider musste der Veranstalter die Siegerehrung auf Grund des Wetters in das Zelt verlegen was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Für den Inline Cross welcher Sonntags auf dem Programm stand hatte ich mir zumindest das Halbfinale vorgenommen. Ein Vorhaben das machbar war, auch wenn die Strecke auf Grund des nächtlichen Regens morgens um halb 11 noch halb nass und halb trocken war. Ich entschied mich das Viertelfinale von vorne zu fahren um möglichen Stürzen aus dem Weg zu gehen. Leider sollte in Kurve 3 mich ein solcher Sturz ereilen. Ich kam vom nassen auf eine trockene Stelle mit sehr viel Grip. Das geschah so plötzlich dass es mich aushob und ich wie bei einem Highsider abflog. Leider konnte der nachfahrende Italiener nicht mehr ausweichen und crashte mir noch gegen den Kopf. Wir rappelten uns beide auf, ein Weiterkommen war immer noch möglich. Allerdings wurden meine Schmerzen in der Schulter immer größer so dass ich nicht weiter pushte und einfach ins Ziel fuhr. Somit war für mich der Arbeitstag bereits ums kurz vor 12 beendet und ich trat die Heimreise an.

Zum Glück konnten die Ärzte am Montag keine Brüche und keine Bänderrisse feststellen sodass alles nur schwere Prellungen sind die sicher bis zum nächsten Weltcup in 6 Wochen wieder verheilt sind.

Bis dahin

Euer Tobi

 

Dieser Eintrag wurde am 5. August 2015 in Allgemein gepostet.